Berliner Bescherung

Mein „Weihnachtshörspiel für 5 Stimmen“ entstand im November 2004 unter dem Arbeitstitel „Det verdächtije Jespann“ auf Anregung einer Freundin, die bei einer Berliner Berufsgenossenschaft arbeitete. Das Ende der ersten Fassung empfand besagte Freundin als zu negativ, worauf ich einen Tag vor der geplanten Uraufführung eine zweite Fassung mit einem versöhnlicheren Ende schrieb. Meinen ersten öffentlichen Auftritt mit diesem Stück hatte ich bei der Weihnachtsfeier in der Kantine der Berufsgenossenschaft am 8. Dezember 2004. Bereits am Tag darauf habe ich die Geschichte bei der Weihnachtsfeier des Berliner SF-Clubs Andymon ein zweites Mal vorgetragen, unter großem Beifall des damals 85-jährigen Redakteurs Ekkehard Redlin. Am 14. Dezember 2004 entstand die Tonaufnahme im Heimstudio von Hardy Kettlitz. In den folgenden Jahren fanden vorwiegend in Berlin weitere Aufführungen bei entsprechenden Anlässen statt, u. a. im DarkSide Club, im Insomnia, im Max & Moritz und in der Bar Voyage.

Im Jahr darauf übersetzte meine Cousine Doris Kroll die Dialoge ins ostfriesische Plattdeutsch und führte diese Fassung bei einer Weihnachtsfeier des CVJM Holtland auf. Als Grundlage benutzte sie die „negative“ Urversion. Am 23. Dezember 2005 trugen Doris und ich diesen Text gemeinsam bei einer Weihnachtslesung im legendären Literaturcafé Taraxacum in Leer vor, das kurz darauf schließen musste.

Abgedruckt wurde die Geschichte im Dezember 2010 in einer stark gekürzten Fassung in Dein MV, der Stadtteilzeitung von Berlin-Reinickendorf.

Am 17. Dezember 2013 fand im Berliner Restaurant Helvetia Röschti-Bar die Uraufführung der schwyzerdütschen Fassung statt, die ich dort zusammen mit der Schauspielerin Jennifer Mulinde-Schmid vortrug. Die Übersetzung fertigte die Schweizer Autorin Eva Brunner an.

Dieses Weihnachtshörspiel habe ich inzwischen als „Public Domain“ freigegeben, d. h. es darf uneingeschränkt weitergegeben und in jeder Form genutzt werden, solange ich als Urheber genannt werde. Falls durch Aufführungen oder sonstige Verwertungen irgendwelche Erlöse anfallen sollten, möge das Geld für einen wohltätigen Zweck gespendet werden. Und falls jemand den Text in einen anderen Dialekt übersetzen möchte, nur zu! Ich bestehe lediglich darauf, dass mir eine Kopie dieser Fassung zugeschickt wird.

Text der Berliner Urfassung mit alternativem Ende

Text der ostfriesischen Fassung

Text der schwyzerdütschen Fassung

Tonaufnahme bei Soundcloud